Roboter bei Versicherungen

Roboter bei Versicherungen - summ-it Unternehmensberatung

Roboter bei Versicherungen

Immer mehr Versicherungen setzen Roboter bei Standardaufgaben ein

Zurich Deutschland setzt ab sofort auf sogenannte Software Roboter die auf Methoden der Künstlichen Intelligenz (KI) basieren. Allerdings kommen diese nicht in der Kundenberatung zum Einsatz, sondern unterstützen Sachbearbeiter im Fachbereich bei verwaltungstechnischen Vorgängen, wie etwa dem Bearbeiten von Kündigungen in der Lebensversicherung.

Software Roboter bei Versicherungen im Vormarsch

Der „Kollege Roboter„, wie es bei der Zurich Gruppe Deutschland heißt, sei weniger Konkurrenz, sondern eher Entlastung bei der Bearbeitung einfacherer Arbeitsschritte, teilte der Versicherer am Donnerstag in Bonn mit. So arbeiteten Zurich-Mitarbeiter und die Software Roboter „Hand in Hand“ in der Sachbearbeitung im Lebensversicherungsbereich, die mittlerweile teilautomatisiert erfolge. Zugleich betonte das Unternehmen, dass die fachliche Einschätzung, ob eine Kündigung zum gewünschten Zeitpunkt möglich ist, nach wie vor ein Mensch treffe. Komplexere Fälle bearbeiten die Mitarbeiter demnach weiterhin selbst.

Künstliche Intelligenz – nur künstlich oder auch intelligent?

Die neue Unternehmenssoftware funktioniert so, dass manuelle Eingaben in den Core-Versicherungsapplikationen durch maschinelle Eingaben von Software Robotern ersetzt werden können. Dazu ahmen die Roboter menschliche Prozessschritte auf bestehenden Applikationen nach, ohne dass hierfür eine „aufwändige Integration in die bestehende Systemarchitektur“ nötig sei, wie Zurich erklärt. Die Automatisierung erfolgt anhand festgelegter Regeln und Anweisungen.

EU will Roboter per Gesetz bändigen

Vor allem die wachsende Zahl an Robotern bereitet den EU-Politikern Sorgen. Sie verweisen darauf, dass der Verkauf von Robotern zwischen 2010 und 2014 jährlich um 17 Prozent zugelegt hat. Die Patentanträge für Robotertechnik haben sich binnen eines Jahrzehnts sogar verdreifacht. Deutschland hat nach Korea und Japan mittlerweile die drittgrößte Roboterdichte. Im vergangenen Jahr wurde weltweit fast eine Viertelmillion Roboter verkauft, eine neue Höchstmarke, gab der Weltverband International Federation of Robotics bekannt. Ein Ende des Wachstums sei nicht in Sicht. Bis 2018 könnten weltweit 2,3 Millionen Roboter zum Einsatz kommen, also mehr als doppelt so viele wie 2009.

Fazit und Ausblick

Es ist eigentlich nichts Neues: Eher einfache Tätigkeiten werden (teil-) automatisiert oder outgesourct. Diesen Trend gibt es seit vielen Jahren – und dieser Trend wird selbstverständlich auch vor Büro-Jobs bei Versicherungen nicht halt machen.